TY - JOUR T1 - Vom Sehen zum Schauen, vom Ding zur Erscheinung A1 - Wirz, Johannes JA - Elem. d. Naturw. JF - Elemente der Naturwissenschaft PY - 2026 VL - 124 SP - 78 EP - 79 DO - 10.18756/edn.124.78 SN - p-ISSN 0422-9630 LA - de N2 -

Wolter Bos: Dem Vogel näher – durch Phänomenologie. Verlag am Goetheanum 2025; 111 Seiten; ISBN: Print: 978-3-7235-1829-8 / E-Book: 978-3-7235-1829-4.

Zu Beginn der Lektüre des Büchleins von Wolter Bos gibt es eine Enttäuschung. Es werden lediglich in wenigen Sätzen drei Kernpunkte zur Phänomenologie angeführt: sorgfältig beobachten, in der Erinnerung ein Bild herausschälen und schliesslich die beiden bewusst mit Empfindungen und Stimmungen ergänzen. Wichtige Denker der Phänomenologie wie Goethe, Husserl und Merleau-Ponti werden nur kurz erwähnt.

Der Enttäuschung folgt jedoch schnell Bewunderung, weil es Wolter Bos gelingt, nicht theoretisch, sondern praktisch an Beispielen vieler Vögel die drei Schritte lebendig vorzuführen. Dabei wird überdeutlich, dass hier ein erfahrener Ornithologe spricht, der sich seinen Tieren mit Begeisterung, Staunen und einem tiefen Verständnis ihrer Lebensräume nähert.

Für mich als Nicht-Vogelkundigen sind die Beschreibungen zum grossen Teil «lebensvolle Theorie». Die Bossche Phänomenologie wird für mich lebendig und evident nachvollziehbar bei der Vorstellung von Vogelarten, die ich – auf dem Land und an einem See aufgewachsen – einigermassen gut kenne, weil ich dank der präzisen Schilderungen das persönliche Erleben und Empfinden unmittelbar wieder erinnere: Amsel, Rotkehlchen, Lerche, Turmfalke, Mäusebussard und Blässhuhn (bei Bos Blässralle) sind mir einigermassen vertraut und ihr Verhalten und ihre Lebensräume kenne ich gut.

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Wolter Bos: Dem Vogel näher – durch Phänomenologie. Verlag am Goetheanum 2025; 111 Seiten; ISBN: Print: 978-3-7235-1829-8 / E-Book: 978-3-7235-1829-4.

Zu Beginn der Lektüre des Büchleins von Wolter Bos gibt es eine Enttäuschung. Es werden lediglich in wenigen Sätzen drei Kernpunkte zur Phänomenologie angeführt: sorgfältig beobachten, in der Erinnerung ein Bild herausschälen und schliesslich die beiden bewusst mit Empfindungen und Stimmungen ergänzen. Wichtige Denker der Phänomenologie wie Goethe, Husserl und Merleau-Ponti werden nur kurz erwähnt.

Der Enttäuschung folgt jedoch schnell Bewunderung, weil es Wolter Bos gelingt, nicht theoretisch, sondern praktisch an Beispielen vieler Vögel die drei Schritte lebendig vorzuführen. Dabei wird überdeutlich, dass hier ein erfahrener Ornithologe spricht, der sich seinen Tieren mit Begeisterung, Staunen und einem tiefen Verständnis ihrer Lebensräume nähert.

Für mich als Nicht-Vogelkundigen sind die Beschreibungen zum grossen Teil «lebensvolle Theorie». Die Bossche Phänomenologie wird für mich lebendig und evident nachvollziehbar bei der Vorstellung von Vogelarten, die ich – auf dem Land und an einem See aufgewachsen – einigermassen gut kenne, weil ich dank der präzisen Schilderungen das persönliche Erleben und Empfinden unmittelbar wieder erinnere: Amsel, Rotkehlchen, Lerche, Turmfalke, Mäusebussard und Blässhuhn (bei Bos Blässralle) sind mir einigermassen vertraut und ihr Verhalten und ihre Lebensräume kenne ich gut.

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Wolter Bos: Dem Vogel näher – durch Phänomenologie. Verlag am Goetheanum 2025; 111 Seiten; ISBN: Print: 978-3-7235-1829-8 / E-Book: 978-3-7235-1829-4.

Zu Beginn der Lektüre des Büchleins von Wolter Bos gibt es eine Enttäuschung. Es werden lediglich in wenigen Sätzen drei Kernpunkte zur Phänomenologie angeführt: sorgfältig beobachten, in der Erinnerung ein Bild herausschälen und schliesslich die beiden bewusst mit Empfindungen und Stimmungen ergänzen. Wichtige Denker der Phänomenologie wie Goethe, Husserl und Merleau-Ponti werden nur kurz erwähnt.

Der Enttäuschung folgt jedoch schnell Bewunderung, weil es Wolter Bos gelingt, nicht theoretisch, sondern praktisch an Beispielen vieler Vögel die drei Schritte lebendig vorzuführen. Dabei wird überdeutlich, dass hier ein erfahrener Ornithologe spricht, der sich seinen Tieren mit Begeisterung, Staunen und einem tiefen Verständnis ihrer Lebensräume nähert.

Für mich als Nicht-Vogelkundigen sind die Beschreibungen zum grossen Teil «lebensvolle Theorie». Die Bossche Phänomenologie wird für mich lebendig und evident nachvollziehbar bei der Vorstellung von Vogelarten, die ich – auf dem Land und an einem See aufgewachsen – einigermassen gut kenne, weil ich dank der präzisen Schilderungen das persönliche Erleben und Empfinden unmittelbar wieder erinnere: Amsel, Rotkehlchen, Lerche, Turmfalke, Mäusebussard und Blässhuhn (bei Bos Blässralle) sind mir einigermassen vertraut und ihr Verhalten und ihre Lebensräume kenne ich gut.

ST - Vom Sehen zum Schauen, vom Ding zur Erscheinung UR - https://dx.doi.org/10.18756/edn.124.78 Y2 - 2026-06-03 10:20:08 ER -