Vergleichende Studien im Bereiche der Lippenblütler

Elemente der Naturwissenschaft 9, 1968, S. 20-26 | DOI: 10.18756/edn.9.20

Zusammenfassung:

Erst bin ich geneigt, mir gewisse Stufen zu denken; weil aber die Natur keinen Sprung macht, bin ich zuletzt genötigt, mir die Folge einer ununterbrochenen Tätigkeit als ein Ganzes anzuschauen, indem ich das Einzelne aufhebe, ohne den Eindruck zu zerstören. Wenn man sich die Resultate dieser Versuche denkt, so sieht man, dass zuletzt die Erfahrung aufhören, das Anschauen eines Werdenden eintreten, und die Idee zuletzt ausgesprochen werden muss. - Goethe, Vorarbeiten zu einer Physiologie der Pflanzen

Im folgenden soll der Versuch gemacht werden, ob sich einer intensiven morphologischen Betrachtung (z.B. der Gestaltmetamorphose innerhalb einer Pflanzenfamilie) nicht ein sinnvoll sich gliederndes Bild ergibt, das - in seiner lebendigen Tätigkeit erfasst - ein Ausdruck des in die Erscheinung tretenden Typus ist. Es soll dies anhand der Familie der Lippenblütler (Labiatae oder Lamiaceae) geschehen. [...]

Referenzen
  • Goethe, Johann Wolfgang (1795): Vorarbeiten zu einer Physiologie der Pflanzen.
  • Grohmann, Gerbert (1959): Die Pflanze, Band I und II, 4. Aufl. Stuttgart.
  • Schad, Wolfgang (1967): Zur Biologie der Gestalt der mitteleuropäischen buchenverwandten Bäume (Fagales). Elemente der Naturwissenschaft, H. 7.
  • Troll, Wilhelm (1964): Die Infloreszenzen‚ 1. Band, Jena.
  • Göbel, Thomas (1968): Wurzel und Spross in der Pflanzengestalt. Die Drei, H. 1.