Von Knospen und Blüten – Teil II Die Blattnatur der Blütenorgane und die Sprossknospennatur der Blüte
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Zusammenfassung:
Der hier vorliegende zweite Teil des Artikels beinhaltet eine Review unterschiedlicher Ansätze zur Homologisierung von Blütenorganen mit dem Laubblatt. Glück vergleicht die Gestalt der Blütenblätter mit dem Laubblatt. Eames verglich die Nervatur der Stängelblätter mit jener der Blütenorgane und stellte ihre Vergleichbarkeit fest. Buzgo et al. schlagen eine durchgehende Metamorphose vom Laubblatt bis zum Fruchtblatt vor. Baum und Leinfellner vertreten die These, dass das Schildblatt die Grundlage für Staub- und Fruchtblatt abgibt. Für Claßen-Bockhoff ist das Staubblatt ein einzigartiges Organ ohne Blattcharakter. Die zum Schluss vom Autor vorgeschlagene Verwandtschaft des Blattgrundes des Stängelblattes mit den Kelch-, Kronen- und Staubblättern bzw. der Blattspreite mit dem Fruchtblatt findet eine Korrektur durch den anschliessenden Vergleich der beiden übergeordneten Organstrukturen der Sprossknospe und der Blüte. Die Bedeutung der Sprossknospe für das Verständnis der Gestalt der Angiospermen wurde von Goethe, de Candolle und Arber thematisiert. Die Homologisierung dieser beiden übergeordneten Organe führt zu dem im ersten Teil des Artikels (Elemente 123) vorgeschlagenen Modell einer mehrjährigen Blütenpflanze.
Schlüsselbegriffe: Blütenknospe, Sprossknospe, Schuppenblatt, Laubblatt, Homologie
Vorbemerkung zum ersten Teil des Artikels in Elemente 123 Im ersten Teil sind die grundlegenden Konzepte (Typuskonzept, Grundorgankonzept) und Vorgehensweisen der Morphologie (das Feststellen von Homologien und Analogien) behandelt worden und es sind alternative Konzepte wie die partielle Homologie von vegetativen und generativen Grundorganen und ein viergliedriges Grundorgankonzept vorgeschlagen worden. Die Ansicht von Adriance C. Foster, Agnes Arber und Michel Guédès, dass Schuppenblatt und Laubblatt gleichwertige Organe sind, und dass das Schuppenblatt nicht als ein reduziertes Laubblatt aufgefasst werden kann, wurde besprochen.
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