Die menschliche Innenwelt ist das Innere der Natur

Ein Kapitel aus «Being on Earth»
Elemente der Naturwissenschaft 100, 2014, S. 100-108 | DOI: 10.18756/edn.100.100

Zusammenfassung:

Das 9. Kapitel des Buches Being on Earth enthält Kommentare zu Zitaten aus R. Steiners Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften, Kapitel XVIII Goethes Weltanschauung in seinen «Sprüchen in Prosa» (Steiner 1897). Sie werden vielleicht überraschend erscheinen für LeserInnen, die den gestaltenden Einfluss unserer inneren Bilder auf das, was wir in der Welt wahrnehmen – Intentionalität genannt –, noch nicht bewusst erfahren haben. [...] Wenn Steiner die Art, wie uns die Natur zunächst erscheint, der vollkommeneren Erscheinung gegenüberstellt, die durch die Verbindung mit unserem Inneren zustande kommt, meint er nicht, dass Phänomene allgemein zuerst einmal ohne Intentionalität auftauchen, und dass wir dann über sie nachdenken, um sie tiefer zu verstehen. Vielmehr setzt er einfach selbstverständlich die (vielleicht unbewusste) in Kultur und Geschichte verwurzelte Intentionalität voraus, die uns schon unser Bild der Natur vermittelt hat.

Referenzen
  • Maier, G., Brady R., Edelglass, S.: Being on Earth. Hrsg.: Lutz-Helmut Schön und Johannes Grebe-Ellis in der Reihe Phänomenologie in der Naturwissenschaft, Logos Verlag Berlin). Free download from: http:// science.goetheanum.org/Being-on-Earth-A-New-Book.
  • Steiner, R. (1897): Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften, Kapitel XVIII Goethes Weltanschauung in seinen «Sprüchen in Prosa». Dornach. GA 1